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Planie bleibt Planie

 

Leserbrief zum Beitrag: „Von der Müllfabrik zur Problem-Siedlung“ im FFB-Tagblatt vom 12.04.12

Der o.g. Beitrag befasst sich u.a. mit dem Image- und Namensproblem der Siedlung auf der sogenannten Planie in Puchheim. 2. Bürgermeister Wolfgang Wuschig stellt im Beitrag seine Idee der Umbenennung dieser Siedlung mit rd. 2500 Bewohnern mit einer Auswahl von Vorschlägen vor. Sein Bemühen, dadurch eine Imageverbesserung der Siedlung herbeizuführen in allen Ehren. Aber seine Vorschläge sind doch weit hergeholt, wenn nicht völlig daneben.

Die Siedlung an der Adenauer- und Kennedystr. hat als solche keinen offiziellen Namen; Planie hat sich eben umgangssprachlich nach der Lage gebildet, wie es z. B. auch eine Laurenzersiedlung umgangssprachlich gibt. Da kann man also nicht „per Order di Mufti“, also per Verordnung den Namen ändern.

Ob „Wohnen am Golfplatz“, zumindest die nächsten 3-5 Jahre, angesichts des trostlosen Zustands des Golfareals das Image der Siedlung verbessert, wage ich zu bezweifeln. Zudem liegt auch der Golfplatz auf der Planie und kann froh sein, wenn er nicht ob früherer und jetziger Ablagerungen und Planierungen im Volksmund den gleichen Beinamen erhält. „Julius Einhorn“ war Anfang des letzten Jahrhunderts ein für Puchheim sehr verdienter (Mit-) Eigentümer der Hausmullfabrik. Mit der Siedlung hat er außer der Begründung der Aufschüttung rein gar nichts gemein. Diese Hochhaussiedlung ist schon eher seinen Nachfolgern, der Familie Harbeck zuzurechnen, die den Grund dafür veräußerte. Und schließlich sollte der 2. Bürgermeister als „ Ortler“ wissen, dass die „villa rustica“, ein römischer Gutshof, am Ortsrand von Puchheim-Ort und nicht unter oder neben der Planie liegt und zudem sehr wenig mit einer Hochhaussiedlung gemein hat. Einen eher naheliegenden Vorschlag hat Wolfgang Wuschig allerdings übersehen; die Siedlung nach denen zu benennen, die sie so planten und bauten wie sie ist. Es waren dies der vielfach ausgezeichnete Architekt und Karikaturist Ernst Maria Lang und Bürgermeister Heinrich Müller.

Mein Gegenvorschlag zu dieser Diskussion: gute Politik im Puchheimer Rathaus, die auch der Siedlung Planie und den Menschen dort dient.

Johann Aichner, Pressesprecher der Freien Wähler Puchheim